Hallo Herr Dick,
wo drückt eigentlich Ihr Schuh, dass Sie sich so despektierlich äußern müssen? Hat Herr Dr. von Gablenz Ihnen persönlich etwas getan?
Tun Sie mir den Gefallen, versuchen Sie das mal zu trennen. Es bringt uns alle hier nicht weiter, wenn wir solche Schlammschlachten führen und ich finde es völlig unangebracht, es geht am eigentlichen Problem ziemlich vorbei.
Erst einmal, Herr Dr. von Gablenz ist nicht unsere Gallionsfigur…na und vollmundig eben auch nicht.
Was geht es wen an, wann und ob er Aktien verkauft hat? Meinen Sie nicht, dass Herr Prof. Mönning das nicht alles schon dreimal überprüft hat? Na und solche Zustände gab es wohl bei CL nicht, dass er sich einfach hätte selbst bedienen können, was die Zuteilung der Aktien anging. Haben Sie sich einmal die Mühe gemacht und das Buch „Wie alles begann“ gelesen? Dort steht z.B. geschrieben, dass die Herren, die alle zwei Jahre ohne Gehälter „nebenbei“ gearbeitet haben, anteilig in Aktien entlohnt wurden. Wenn man bedenkt, dass alle beteiligten Personen zuerst gearbeitet haben, ohne zu wissen, ob sie dafür etwas zurück bekommen würden, dann finde ich die Haltung großartig!
Was geht es Sie überdies an, wieviel Geld oder Aktien Herr Dr. von Gablenz besitzt, warum sollte er soetwas ins Forum setzen? Ist nicht seine Schuldlosigkeit längst nachgewiesen worden…und wenn Sie nachlesen, wie oft hat Herr Prof. Mönning gegenteilige Behauptungen in den Umlauf gebracht hat, ohne Fakten zu haben! Das was die gesamte Familie Gablenz in den letzten fast zwei Jahren durchzustehen hatte, ist bestimmt kein Spaziergang im Maiwald gewesen, davon dürfen Sie wohl ausgehen. Für jemanden wie Herrn Dr. von Gablenz ist es fast nicht möglich, einen neuen und gut bezahlten Job zu erhalten, er ist völlig auf sich selbst gestellt.
Außerdem, seine Angestellten, die ja auch ganz vernünftige Gehälter bezogen haben…machen sich jetzt nicht die Mühe, die Verleumdungen geradezurücken. Die schweigen aus Angst vor Herrn Prof. Mönning! Ja und die selben Angestellten, haben die nicht Arbeitslosengeld bekommen?
Ansonsten konnte jeder im Unternehmen mitverfolgen, wie es um das Unternehmen stand, mir als Beobachter der Szene blieb das nicht verborgen! Wenn aber Wunschdenken dazu geführt hat, sich nicht rechtzeitig nach einem neuen Job umzuschauen, ja meine Güte, das können Sie nicht alles Herrn Dr. von Gablenz in den Rücksack packen. Irgendwie gibt es auch noch so etwas wie eine Eigenverantwortung, auch wenn das nicht gerade en vogue ist in Deutschland.
Und Ihr Spruch…Kaviar im Adlon…also er sieht nicht gerade so aus, als würde er sich ständig mit solchen Kalorienbomben vollstopfen…
Nun noch einmal eine Frage an Sie. Warum ist das Engagement des Herrn von Gablenz in Ihren Augen nicht glaubwürdig? Dieser Mann arbeitet seit der Insolvenz ohne jegliche Bezüge für seine Idee, meinen Sie, er würde das nur tun um irgendwelche Aktien
am Leben zu erhalten? Sie sollten nicht von sich selbst auf andere schließen…Herr Dr. von Gablenz ist aus einem anderen Holze geschnitzt und er liebt sein Projekt, auch wenn es Ihnen nicht gefällt.
Warum kritisieren Sie eigentlich nicht das Fehlverhalten des Herrn Prof. Mönning? Den eigentlichen Scherbenhaufen hat er doch hingelegt. Herr Dr. von Gablenz mag Fehler gemacht haben, vielleicht war er nicht hart genug…aber die Sachwerte hat nun einmal der IV verschleudert! Er hat Wandelanleihenzeichner betrogen, aber niemand wagt es, sich gegen ihn zu erheben. Herr Dr. von Gablenz kämpft mit einer Handvoll unentwegten Kämpfern, aber die Leute, für die er kämpft, bewerfen ihn höchstens mit schlechten Worten.
Sollten Sie Aktionär sein, warum kämpfen Sie nicht mit, für den Erhalt der CargoLifter AG, wo Herr Dick, ist Ihr Engagement, außer dass Sie sich in despektierlichen Äußerungen ergießen?
Für den Fall, dass Sie dort angestellt waren: Warum arbeiten Sie nicht mit uns daran, dass die Firma weiterhin Arbeitsplätze bieten kann, warum lassen Sie sich das gefallen, dass da ein Rechtsanwalt aus Aachen anspaziert kommt, große Reden hält und alles kaputtschlägt?
Aber, vielleicht sind Sie ein Journalist, der sich über irgendwelche Schelte geärgert hat. Dann schauen Sie einfach in den Spiegel, vielleicht war das, worüber Sie sich so ärgerten ja gerechtfertigt. Wenn nicht, tragen Sie es persönlich und verbal mit Herrn Dr. von Gablenz aus, das wäre die fairste Methode!
Ansonsten, vielleicht fallen Ihnen ja sogar noch ein paar Worte der Verzeihung ein…
Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg
Beate Kalauch