Weiss jemand wie die Versteigerung verlaufen ist?

Was ist denn nun bei rausgekommen? Die meisten Sachen waren ja wirklich neuwertig. Nicht das ich was gebrauchen könnte aber ehe Joey z.B. verschrottet wird - können ja die Ex-CLer zusammenlegen und Ihm ein Gnadenbrot gewähren. Auch wenn er nie wieder fliegen wird. Man kann Ihn bestimmt im Deutschen Museum oder im Technik Museum Sinsheim unter die Decke hängen. Falls er noch zu haben ist und falls das zahlbar ist

Komisch das es zu der Versteigerung so wenig Infos/Werbung gab. Ein Schelm wer böses dabei denkt …

MaKu

Komisch das es zu der Versteigerung so wenig Infos/Werbung gab. Ein Schelm wer böses dabei denkt … <<

wieder verschwörungstheorien? oder der böse insolvenzverwalter? das zumindest willst du uns doch damit sagen, oder? der termin war bekannt, was versteigert wird in groben zügen auch. also was soll die bemerkung? soll der IV jetzt zur besten abendstunde werbung im TV machen?

andere frage: was macht joey so erhaltenswert? da gibts ein grobes missverhältnis seiner grösse zu seiner bedeutung. er steht nur für den zusammenbruch einer idee die nicht umgesetzt werden konnte. es ist weder eine wissenschaftliche leistung mit ihm verbunden (nicht mit ihm im speziellen) noch ist er irgendwie bekannt.

MaBu

ooooh haben wir schon Oktober ???

grinsegrüße

@maku
Die Versteigerung ist für 8. bis 10. Oktober angesetzt.

:unamused: OK OKtober - sorry. Werbung wird dafür trotzdem keine gemacht.

MaKu

Werbung wird dafür trotzdem keine gemacht. <<

:unamused: :unamused:

ja warum das denn nicht? jeder bieter der da ist treibt evtl. die preise hoch (mehr nachfrage) mit dem ergebniss das mehr dabei rauskommt und evtl. die aktionäre auch was davon haben. das feindbild ist hier aber so festgefressen das man sich lieber ins eigene fleisch schneidet.

MaBu

Geh komm! :unamused:
Nicht mal die normalen Insolvenzgläubiger haben mit einer Quote zu rechnen, die von 0,00 abweicht. Selbst die ILB mit ihrem Aus- oder Absonderungsrecht (verwechsle ich immer) bekommt nur einen Teil ihres zurückgeforderten Zuschusses. (So viel zu den Fähigkeiten des von dir so bewunderten Insolvenzverschleuderers)
Wie sollen wir da irgendwas zu erwarten haben, selbst wenn wir noch so sehr Werbung machen würden für das Zum-Fenster-Rauswerfen der von uns finanzierten Vermögenswerte? Wir sind erst dran, wenn die Insolvenzgläubiger 100,00 % Abfindung bekommen haben. Und selbst dann sind erst die Wandelschuldgläubiger dran. Obwohl - das wir sind wir ja selber… :smiley: (Zum Teil jedenfalls.)

werter herr pest,

natürlich nehme ich an das die aktionäre leer ausgehen, es einfach zu wenig masse da. aber wie sie selbst schreiben sind evtl. ja doch mit bei. ich war nur verwundert über maku`s äusserung. denn WENN überhaupt noch geld rein kommt dann über die versteigerung deswegen wäre werbung klüger als die verweigerung derselben.

im übrigen möchte ich nochmal darauf hinweisen das die vermögenswerte nicht nur durch die aktionäre geschaffen wurden sondern zu einem nicht unerheblichen teil durch die förderung der öffentlichen hand.

307 Millionen Euro durch die Aktionäre, 38 Millionen Euro durch die öffentliche Hand. Das ist richtig.
Ein Insolvenzverfahren dient zum Schutz der Gläubiger, deren Rechnungen vom insolventen Unternehmen nicht mehr beglichen werden können.
Im vorliegenden Fall bekommen diese Gläubiger null und nichts.
Stattdessen bekommt jemand, der allein durch den Umstand, dass das Insolvenzverfahren beantragt werden musste, erst zum Gläubiger wurde, als Einziger etwas. Nämlich die ILB. Achja - und der Insolvenzverwalter selber natürlich. Dessen „Quote“ wird nicht beschnitten.
Die eigentlichen Gläubiger, um deren Forderungen es hauptsächlich geht, stünden weitaus besser, wenn das Unternehmen fortgeführt werden könnte und wären aus diesem Grund zu einer Stundung oder zur Entgegennahme von Besserungsscheinen bereit.
Fazit: Das Land Brandenburg (in Gestalt der ILB) und der Insolvenzverwalter zerstören und verschleudern das Unternehmen allein zu ihrem (vermeintlichen) Wohl und ohne Rücksicht auf Gläubiger, Aktionäre und die mittelständische Wirtschaft, die von CL weiter profitiert hätte und auf die Arbeitskräfte, die bei CL und bei den Zulieferern beschäftigt waren und weiter gewesen wären.
Mit etwas mehr Unterstützung und konstruktiver Problemlösungskompetenz und Gesprächsbereitschaft seitens der Landes- und Bundespolitik hätte CargoLifter auf kleinerer Flamme weitermachen können. Von Unternehmensseite waren die Weichen längst gestellt, das Einfrieren des CL 160 Projekts zu Gunsten einer raschestmöglichen Umsetzung des AirHook bereits beschlossen und eingeleitet. Es war der (damals noch vorläufige) Insolvenzverwalter, der diese Sanierungspläne schon am dritten Tag seines Amtsantritts vom Tisch wischte und erklärte, CargoLifter mache nur Sinn mit dem Transportluftschiff.

Die eigentlichen Gläubiger, um deren Forderungen es hauptsächlich geht, stünden weitaus besser, wenn das Unternehmen fortgeführt werden könnte und wären aus diesem Grund zu einer Stundung oder zur Entgegennahme von Besserungsscheinen bereit. <<

und genau da liegt der hase im pfeffer begraben. dumm nur das sich cargolifter ebend nicht weiter fortführen liess da nicht genügend geld vorhanden war. ansonsten hätte CL ja wohl kaum insolvenz anmelden müssen.

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Mit etwas mehr Unterstützung und konstruktiver Problemlösungskompetenz und Gesprächsbereitschaft seitens der Landes- und Bundespolitik hätte CargoLifter auf kleinerer Flamme weitermachen können.<<

auf deutsch: noch mehr fördermittel reinpumpen.

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Von Unternehmensseite waren die Weichen längst gestellt, das Einfrieren des CL 160 Projekts zu Gunsten einer raschestmöglichen Umsetzung des AirHook bereits beschlossen und eingeleitet.<<

interessant. da werden 300 mio aktionärsgelder und 38 mio gelder der öffentlichen hand „verbraten“ und dann friert man das projekt mal ebdn ein um an einen zugekauften ballon umherbasteln. nebenbei bemerkt: es gab nir einen ernshaften kunden der das ding auch hätte bezahlen sollen. bis heute ist CL keine vernünftige anwenungsmöglichkeit eingefallen.

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und erklärte, CargoLifter mache nur Sinn mit dem Transportluftschiff.<<

dafür ist cargolifter gegründet worden.

Hallo MaBu,

Ich wundere mich doch genau darüber das KEINE Werbung gemacht wird. Ich finde das ein Skandal. Der werte Herr IV macht 0 Werbung für die Versteigerung und verstößt damit doch schon gegen das Gesetzt (nicht zu schweigen von den guten Sitten). Ich gehe ganz sicher nicht davon aus, dass er mit CvG einen Deal hat und nur Ihn zur Versteigerung zulässt und sich dann mit 5 Euro begnügt :laughing:

Nein. Von einem seriösen IV erwarte ich, dass er möglichst viel aus der Masse rausholt um die Gläuber zu befriedigen. Daher erwarte ich sogar Werbung für die Versteigerung.

Daher nochmal: Werbung wird keine gemacht. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Von Aussagen bezüglich „abgekartetes Spiel“ oder andere Verdachtsmomente halte ich Abstand. Da kann sich jeder selbst seinen Teil denken.

Ich finde es halt komisch. Wahrscheinlich erscheinen dann 5 Leute vor ort und nehmen alles zum Kilopreis ab. Wie bei der Lufthansa bei einer Kofferversteigerung :imp:

Und wer ist der Dumme?? Die Gläubiger

Gruß
MaKu

Nur ein Buchstabe und doch eine andere Person dahinter :wink:

@maku,

fragen sie doch mal bitte die verantwortlichen von ZiB ob diese zur versteigerung eingeladen wurden…


im übrigen ist der termin in der üblichen art und weise bekannt gemacht worden. welche art von werbung meinen sie denn?

Also gut, dann mache ich mal Werbung für die Versteigerung, in dem ich den Link auf den Katalog poste, aus dem man sich was aussuchen kann… :confused:

http://www.christoph-sattler.de/cargolifter/katalogcargolifter_kompletter_katalog.pdf

Will sich jemand die Joey-Halle in den Garten stellen? Die gibt’s für 75 000 EUR (+ Aufgeld + MwSt). Den dazugehörigen Joey gibt’s gegen Gebot.

bei einer nicht unerheblichen anzahl der laptops sind die CD-Rom laufwerke im eimer :unamused: spass beiseite.

maku, hast du nun schon mal gefragt ob ZiB zur versteigerung eingeladen wurde?

@MaBu
Hast du ZiB schon mal gefragt ob ZiB zur Versteigerung eingeladen wurde?

@ w.pest,

ich denke ich kenne die antwort :sunglasses:

Soso? Von wem?
Man soll sich immer beide Seiten anhören…

Nur zu Wolfgang, ich höre mir gerne Deine Seite an.
Stehe ich womöglich auch schon auf der Blacklist?
:smiley:
MaKu

Einen bebilderterten Überblick über den Verlauf der Versteigerung am 9.10.2003 findet man hier:

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2396508,00.html


Luftschiff unter’m Hammer

Eine Reportage von Uli Bentele, tagesschau.de

Christoph Sattler spricht schnell, sehr schnell. Das ist sein Beruf. Er ist Auktionator. Gerade verscherbelt er das, was übrig geblieben ist von einem der größten Prestigeobjekte im Osten Deutschlands: die Überbleibsel der insolventen Luftschiff-Träumer von Cargolifter. Einen Posten nach dem nächsten ruft er auf, der Schall seiner Worte strömt aus in alle Richtungen und sorgt für eine sakrale Atmosphäre. 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch ist die Werfthalle, eine der größten der Welt.


Viel Geld verbrannt

Inmitten des Spreewaldes, auf dem Gelände eines ehemaligen russischen Militärflugplatzes, neben verwitterten Hangars und grasgenarbten Landepisten sollte die imposante Luftschiffwerft von der glorreichen Zukunft deutscher Ingenieurskunst kündigen. So war es geplant. Das Transportluftschiff CL-160 wurde erdacht, um gewaltige Lasten transportieren - bis zu 180 Tonnen über Berge und Flüsse, Urwälder und Meere. Dem Lastzug, dem Lkw, den großen Schiffen und Flugzeugen ein Schnippchen schlagen - und damit dem Aufschwung Ost einen Namen geben. Die Eröffnung der Kathedralen-haften Halle im Jahre 2000 glich einem farbenprächtigen Spektakel.

Das ist Vergangenheit. Der Luftschiffbauer Cargolifter ist zahlungsunfähig, viele Aktionäre haben viel Geld verloren - von 120 Millionen Euro ist die Rede. Nun soll Sattler im Auftrag des Insolvenzverwalters dafür sorgen, dass wenigstens etwas Geld in die Kasse zurückkommt. Das gesamte Inventar von Cargolifter wird versteigert - über 8000 Teile. Von der Kneifzange über den Flugsimulator bis hin zu schicken Büro-Containern von Vitra - alles kommt unter den Hammer. Der Katalogwert der Waren beträgt fast zwei Millionen Euro.


Arbeitsplätze werden versteigert, keine Jobs

Besonders bitter wird am Samstag die Versteigerung von rund 500 Arbeitsplätzen sein. Sie sollten eigentlich der strukturschwachen Brandenburger Region Auftrieb geben. Nun kommen sie unter den Hammer. Wohlgemerkt: die Arbeitsplätze, nicht die Jobs. Am Rande der Halle stehen sie als stumme Zeugen einer geplatzten Geschäftsidee: hochwertige Schreibtische, Bürostühle, Aktenschränke. Verwaist, kurz vor der Abwicklung.

Dass die Luftschiff- und Raumfahrtbranche „am Boden liegt“, wie es Josef Göbbelet, Sachverständiger des Insolvenzverfahrens, ausdrückt, zeigt sich an der Zahl der Interessenten am zweiten von drei Auktionstagen. Rund 5000 Stühle hat der Auktionator für die Versteigerung aufstellen lassen, doch gerade mal 40 Bieter verlieren sich in den Stuhlreihen. "Alles Fachpublikum“, sagt Sven Lensky.

Die Auktion verläuft trotzdem recht schleppend, viele Posten gehen unter Katalogpreis weg. Heute stehen vor allem Spezialgeräte auf der Auktionsliste, für die es eher schwierig ist, Abnehmer zu finden. Der Ansturm der Bieter wird am Samstag erwartet - 28.000 Kataloge wurden per Internet bereits geordert. Lensky, der beruflich Tests für Triebwerkshersteller durchführt, ist jedoch auch heute zufrieden. Ein ganzes Labor mit acht voll ausgestatteten Arbeitsplätzen hat er soeben gekauft – zum Schnäppchenpreis von 5200 Euro. „Das ist sicher mehr als 10.000 Euro wert", freut sich Lensky.


Von Brandenburg nach Malaysia

Auch Herr Yiin strahlt übers ganze Gesicht. Er ist im Auftrag seiner malaysischen Luftfahrtfirma hier und hat eben für 13.500 Euro „Joey“ erstanden, einen der Versuchs-Prototypen. Yiin ist sich sicher das er mit seinem Einkauf noch „much fun“ haben wird. „Da machen wir in Malaysia noch was draus“, verspricht er. "Von der Arbeit, die hier in die Forschung gesteckt wurde, werden wir nun hoffentlich profitieren.“ Vielleicht werden sich dann die Luftschiffe, die in Brandenburg gebaut werden sollten, dereinst in den malysischen Himmel erheben.

Die riesige Halle „mal von innen sehen“ wollten auch zwei Rentner aus der Umgebung. Bald soll hier ein Urwald-Erlebnispark entstehen - plus 500 Arbeitsplätze bereits im ersten Jahr. „Abwarten“ sagt einer der Ortsansässigen skeptisch. 500 Arbeitsplätze - das hatte schon mal jemand versprochen. Von der Auktion sind beide enttäuscht: „Die machen ja noch am meisten Umsatz mit den Bieterkarten", ärgern sie sich. Denn wer mit bieten will, muss für seine Nummernkarte erst einmal zehn Euro bezahlen. Kleiner Trost: einen hochglänzenden und großformatigen Fotokalender von Cargolifter gibt’s immerhin gratis. Der ist allerdings aus dem Jahre 2001.


Stand: 09.10.2003 21:11 Uhr

Hat tatsächlich jemand den Joey gekauft? Hätte ich nicht gedacht. Der muss ständig unter Druck gehalten werden. Es haben maximal zwei Leute Platz (inkl. Pilot) und für Passagiere ist er nicht geeignet, weil er ein bisschen bockig sein soll, wie ich hörte. Naja, ein Versuchsträger eben.
Ging die Joey-Halle eigentlich auch mit weg?